Das verplante Kind – wieviel Hobby darfs denn sein?

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Eigentlich finde ich es überhaupt nicht gut, wenn Kinder zu viel verplant sind, denn ich finde es wichtig , dass die Kinder Zeit haben um zu spielen, toben, Fahrrad fahren, Freunde treffen und sogar zum sich zu langweilen. Wenn ich von anderen Familien und ihrem „ausserschulischen Förderwahn“ für ihre Kinder lese, wird mir ganz anders. ICH werde das alles mal ganz anders machen, habe ich mir immer gesagt…..

Nun bin ich aber im Moment etwas im Clinch. Meine Tochter (bald 9) – ein fröhliches, ausgeglichenes Kind -kommt in der Schule ohne Probleme mit, hat viele Freunde und noch mehr Interessen. Seit einiger Zeit redet sie ständig auf mich ein, was sie alles gerne noch machen möchte. Im Moment besucht sie einmal die Woche das Geräteturnen im Dorf und bekommt eine Reitstunde in der Woche. Gitarrenunterricht haben wir auf Wunsch meiner Tochter dieses Jahr abgesagt – weil es eben doch nicht so viel Spass macht, wie sie gedacht hat. Ich finde zwei Hobbies neben der Schule im Moment eh genug.

Nun will sie aber unbedingt noch mehr machen – die Zirkusschule besuchen, in den Rhönradverein gehen, ein anderes Instrument lernen…und ich bin im Moment etwas unsicher wieviel Hobby zu viel ist – denn kann man das so allgemein für jedes Kind sagen? Ist nicht jeder Fall ganz individuell?

Also vorläufig werde ich wohl schauen, dass meine Tochter noch die eine oder andere Schnupperstunde besuchen kann und sich so vielleicht auch von einigen Aktivitäten ein besseres Bild machen kann. Ja und dann werden wir uns wohl nochmals zusammen setzen und über Vor- und Nachteile der Hobbies diskutieren und erst dann entscheiden.

Eigentlich traue ich ja meinen Kinder schon zu, dass selber merken wieviele Aktivitäten für sie denn gut sind. Mein Sohn hat sich selber entschieden im Moment nur den Musikunterricht weiter zu besuchen, weil er gerade in die Oberstufe gewechselt hat. Wenn er merkt, dass es gut klappt und die Zeit reicht, will er wahrscheinlich wieder in einen Sportverein gehen. Das finde ich eine sehr vernünftige Entscheidung und ich bin froh, dass sie von ihm selber und nicht von mir kam.

Wie läuft das denn bei euch so ab mit den Hobbies? Gebt ihr den Kindern vor für wieviele Dinge sie sich entscheiden müssen oder nicht?

 

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