Die #lLoveYouChallenge für Mütter

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Bild: Flickr Gisela Giardino

An manchen Tagen bin ich einfach froh, wenn die Kinder im Bett sind und ich endlich etwas „produktives“ erledigen kann. Aber wenn ich dann am Abend nochmals in ihre Zimmer gehe, um die Nachttischlampen auszulöschen und ich sie so friedlich schlafen sehe – dann tut es mir Leid! Es tut mir Leid, dass die Post wichtiger war als das neue Lied auf der Flöte,es tut mir Leid, dass ich mich gedrückt habe davor den „neuen Trick auf dem Skateboard“ auch mal auszuprobieren, weil ich etwas scheinbar wichtigeres zu tun hatte und es tut mir Leid, dass ich genervt reagiert habe als die ganze Ovomaltine über Kleider, Tisch und Boden verschüttet wurde.

Dann gehe ich zu den Kindern hin und decke sie nochmals ganz gut zu, knuddel meine Nase in ihre Haare und flüstere ihnen ins Ohr „ich liebe dich“.  Dieses warme Gefühl, dass einem in solchen Momenten durchströmt, dass ist es was das Muttersein so unendlich wertvoll macht – jemanden bedingungslos zu lieben. Dann weiss ich, dass Nichts was diese Kinder jemals anstellen werden, meine Liebe zu ihnen in irgendeiner Weise verringern würde.

Nur die Kinder können ja in diesen Momenten mein Lächeln nicht sehen und meine Worte nicht hören. Dabei wünsche ich mir doch, dass die Kinder dies jeden Tag von mir zu spüren bekommen, wie sehr ich sie lieb habe. Ich glaube ganz ehrlich, dass mir das nicht jeden Tag gelingt und das macht mich manchmal traurig.

Naja ich gebe es zu, das es manchmal eben einfach leichter ist die Kinder zu lieben wenn sie schlafen:) Ja und dann kommt der nächste Morgen – der, wie ich finde, mit Schulkindern einfach immer viel zu früh losgehen, findet Ihr nicht? Und mit dem Morgen fängt eben oft die Tretmühle von Arbeit und tonnenweise Wäsche wieder an. So schnell hat man das Gefühl vom Vorabend wieder verloren.

Ich möchte mich gerne jeden Tag als die liebevolle Mutter fühlen, die ich eigentlich sein will. Kürzlich habe ich von einer #ILoveYouChallenge gelesen – bei der es zwar hauptsächlich um Paare ging aber ich finde, das kann man genauso gut in der Kindererziehung umsetzen.

Das Ziel dabei ist, dass man sich jedes Mal wenn man zu etwas kategorisch Nein sagen will, wenn man genervt ist, scheinbar keine Zeit hat usw. innerlich sagt „Ich liebe dieses Kind“ – BEVOR man auf das Kind reagiert. Das braucht gerade mal 2 Sekunden oder so und es soll einem daran erinnern, was wirklich wichtig ist in diesem Moment.

Ich habe das jetzt schon ein paar Tage versucht und ich finde es hilft mir manchmal wirklich! Es braucht so wenig, um eine positive Veränderung zu bewirken. Wenn ich Entscheidungen treffe, die mit meinen inneren Werten übereinstimmen, dann fühle ich mich einfach wohler und das wirkt sich natürlich auf das ganze Zusammenleben in der Familie aus.

Versucht es doch einfach auch einmal – es braucht nur 2 Sekunden und macht doch einen Unterschied!

 

 

 

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